Dienstag, 2. November 2010
Kein Thema
Ich bin so unlustig. Lese mir die Augen wund in anderen blogs und frage mich, wieso mir nix einfällt. Schließlich gäbe es das eine oder andere schon zu erzählen.
Aber so drömmel ich rum, denk mir "Vielleicht heut abend oder morgen. Ne, eher übermorgen, wo ich grad so schön am vor mir herschieben bin :)" könnte sein, dass ich in eine Art Tiefenentspannung gefallen bin, seitdem ich um mein Erbsenprinzessinnen-Dasein weiß, weil ich befürchte mich selbst zu erschrecken.
Ach ne, das ist alles spontaner bullshit, der meinem Hirn entströmt, einfach so freies Assoziieren. Es hat den großen Vorteil, dass man überhaupt mal wieder in Gedanken- und Schreibfluss kommt.
Das Buch, dass mir meine zarten Sa(e)iten erläutern sollte, ist mittlerweile angekommen. HMPFfffffffff. Natürlich habe ich mich wie ein Aasgeier nach monatelangem Trockenflug draufgestürzt. Logisch, denn ich war so gespannt zu erfahren, warum ich so bin wie ich bin. Und mir sozusagen die letzte Bestätigung holen für mein Sosein. Nach ungefähr 20 Seiten habe ich es beiseite gelegt -kein gutes Zeichen für mich- Beiseite legen bedeutet in der Regel nicht mehr weiterlesen. Dabei interessiert mich das Thema brennend, ehrlich. Aber der Autor hat es nicht drauf mich zu fesseln mit seiner Art die Dinge zu beschreiben. Er schreibt so öde, dass mir immer wieder die Augen zufallen oder meine Synypsen langsam anfangen vor sich hin zu kokeln, weil es soooooo langweilig ist.
Also hab ich mir kurzerhand ein der anderen neuen Bücher geschnappt, die ich mir gleichzeitig beim Amazonas-Versand bestellt habe. Ich bestell nie nur ein einzelnes Buch, nie nie nie. Schon früher, als man noch ganz altmodisch in eine Buchhandlung gehen musste, um sich literarisch zu beglücken, kam ich stets mit mehreren "Lach- und Sachgeschichten" in gebundener Form wieder heraus.
Na jedenfalls griff ich beherzt zum nächsten Sachbuch mit dem vielversprechenden Titel " Der andere ist nicht die Hölle" Und darin lässt uns die Autorin an ihren Erkenntnissen aus jahrelanger Paartherapiebeobachtungspraxis teilhaben und untermauert die Theorien mit Fallbeispielen (die in diesen Sachbüchern meist das beste sind - jedenfalls für mich).
Ich geb zu, dieses Buch hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Es ist gut und flüssig geschrieben und die Erkenntnisse sind nicht altbacken und auf neu getrimmt sondern hören sich richtig gut und (für mich) neu an.
Leider war ich nach dem letzten Wochendende - an dem ich mich total verausgabt habe- nicht in der Lage, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Aber dass ich mich auf die Fortsetzung freue wie die Katholiken auf den aufsteigenden weißen Rauch nach der Papstwahl, ist ein sehr sehr gutes Zeichen.
So, ich glaub, der Bann ist gebrochen. Vielleicht schreib ich schon morgen über mein Liebesleben :))
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen