Sonntag, 29. Mai 2011
Back to life - back to reality
Da bin ich also wieder. Zurück aus meinem Kurzurlaub. Fast 6 Tage lang haben meine Freundin und ich die Sonne, das Meer und noch einiges andere genossen ;-)
Obwohl der Urlaub beinah nicht stattgefunden hätte, weil die fakking app auf meinem oberschlauen Handy ausgerechnet an diesem Morgen seinen Geist aufgab und ich nur mit Müh und Not und sehr kostspielig den Flughafen erreichte. Wie oft hatte ich mir schon ausgemalt wie es sein müsste, in allerletzter Sekunde ins Flugzug zu springen, natürlich nachdem ich vorher mindestens 25 letzte Aufrufe zum Einchecken erhalten hätte: Mrs. Pepper wird dringend gebeten, sich unverzüglich am Abflugschalter 279 einzufinden, DRINGEND!!!
Nee, das sieht nur im Kino cool aus. Im wahren Leben verkommt man zu einem panisch-verschwitzen Nervenbündel, ich jedenfalls.
Der Urlaub war schön, hat mir wirklich gut getan. Wirklich erzählenswertes ist allerdings nicht passiert und daher belasse ich es dabei. Käme mir ansonsten vor, als würde ich euch nötigen, 500 stinklangweilige Urlaubsfotos anzuschauen. Ihr kennt das sicher von Freunden......
Am vorletzten Tag des Urlaubs ist jedenfalls mein ziemlich teuer Multifunktionsfön kaputt gegangen und tags drauf, als ich noch einmal ein paar Runden im Hotelpool ziehen wollte, und kurzentschlossen mit einem Kopfsprung ins Wasser hechtete, meine Armbanduhr, die sich in Nullkommanix in eine Wasseruhr verwandelte :(
Ich habe zwar eine sehr schöne neue am Flughafen ergattert, hatte aber zugleich eine Spontanerscheinung meines sorgenvoll dreinblickenden Bankberaters vor meinem geistigen Auge. Nun ja, es sollte noch schlimmer kommen.
Während ich im Urlaub war, hatte sich nämlich mein Vater darum gekümmert, meinen Wagen zur Inspektion und zur Sommerbereifung zu bringen. Außerdem mussten noch kleinere Spuren beseitigt werden, die beim Zusammenstoß mit Meister Lampe, kurz vor Ostern, entstanden sind.
Ein paar Hunderter hatte ich schon zur Seite gelegt deswegen, aber die Rechnungshöhe verschlug mir doch den Atem und bereitete mir eine ziemlich schlaflose Nacht. Es war doppelt so viel wie ich einkalkuliert hatte. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Bremsen total hin waren. Ich war so sauer, denn vor wenigen Monaten bin ich anstandslos durch den TÜV gekommen und hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Zudem war es L.`s Aufgabe gewesen, sich um das Auto zu kümmern, er selbst hatte sich angeboten, alles zu meiner Zufriedenheit zu erledigen. Und nun das.
Ein paar Tage später bekam ich einen Umschlag von meinem alten Herrn. Sein Beitrag zur Verbesserung meines finanziellen Desasters, vielleicht auch ein wenig aus schlechtem Gewissen heraus, denn schließlich hatte er mir die Kfz Werkstatt empfohlen. Was aber Blödsinn ist, denn anderswo wäre es genauso teuer gewesen - ich habe mich erkundigt ;-)
Er hat die Hälfte der Rechnung übernommen. Ich war schon wieder sprachlos und - gerührt. Noch nie *schwöre* habe ich mehr als 100 € von ihm geschenkt bekommen. An Geburtstagen und zu Weihnachten gibt es die obligatorischen 50 - 100 €, aber die sind von meiner Mutter. Bargeld von meinem Vater zu erhalten ist so selten wie ein verregneter Nachmittag in der Sahara.
Daher weiß ich seine Hilfe sehr zu schätzen und freu mich drüber.
Und der Kundenberater kann sich seine Stirnfalten für andere Kunden aufheben :)))
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