von meiner lieben Blognachbarin Anna
Achja, ich wäre auch so gerne eine Vollblutmutter. Das würde auch der Vollbluttochter gut gefallen, denke ich.
Sie hätte dann jemanden, der stets und ohne Ausnahme vor Entzücken außer sich wäre, wenn sie zu Besuch kommt. Der selbstverständlich zuvor kochen und backen würde, was dem Töchterlein so schmeckt. Dieser Jemand stellt ganz natürlich seine Wohnung zur allzeitigen Benutzung zur Verfügung und sämtliche seiner Bedürfnisse hinten an.
Klingt das jetzt irgendwie bitter? Hm ja, das soll es auch, denn ich bin es ein wenig (für die nächsten 3 Tage :) ). Solange ich mich erinnern kann und der Nachwuchs auch andere als die eigenen 4 Wände erkundet hat, steht dieser Vorwurf im Raum. Ich bin nicht so eine Mutter wie all die anderen Mütter, sehr zum Verdruss des Töchterleins!
Ich sag schon mal, dass mir der Besuch an sich oder die Dauer nicht passt, weil ich eigene Pläne oder Bedürfnisse habe. Ich breche auch nicht in frenetische Jubelschreie aus, wenn das studierende Kind sich tagelang einnistet und mein Leben durcheinander bringt.
Ich freue mich immer sie zu sehen, mit ihr zu sprechen, etwas mit ihr zu unternehmen. Aber diese ganze Versorgungsnummer bin ich nicht mehr bereit zu geben.
Dennoch schiele ich manchmal insgeheim auf diese (imaginären?) Supermütter, die ein wahres Fest feiern, wenn die Kinder mal wieder nach Hause kommen, die putzen, backen, kochen und sämtliche Termine absagen, um nicht eine Minute der Anwesenheit ihrer Nachkommenschaft zu versäumen.
Wie in Herrgottsnamen machen die das nur?

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