Dienstag, 27. November 2012

Gerettet

am Freitag Abend in der Tiefgarage von Kaufhof. Von einem Engel!

Einem Gelben ;-)

 
 

Nach stundenlangem Vorweihnachtsshopping und endlosen Diskussionen mit den Mitarbeitern der pinkfarbenen Fraktion hatte ich die Nase gestrichen voll und wollte nur noch schnell nach Hause. Sofa ich komme!! Leider falsch und zu früh gefreut.

Geschenke verstaut, in den Sitz plumpsen lassen, Handy reingefriemelt in die Autohalterung, Schlüssel umgedreht und nichts passiert. Nachdem ich dann meinen ersten Panikanfall etwas eingedämmt hatte, konnte ich aussteigen und alle Vorbeikommenden anhauen um ein Überbrückungskabel.

Einige der von mir Angesprochen schauten reichlich verstört aus der Wäsche, wussten offenbar überhaupt nicht, wovon zur Hölle ich da spreche. Den anderen hat es lediglich ein müdes Lächeln entlockt, weil frau, also ich in diesem Fall, mal wieder auf dem Mond weilt, und zwar dem aus den Siebzigern, als die Autos noch Autos waren und jeder Besitzer eines solchen Vehikels ein f*cking Überbrückungskabel in seinem Kofferraum hatte. Heutzutage hat man vermutlich schon Mühe überhaupt eine Ahnung zu entwickeln, in welchen Teil des Motorraumes sich die Batterie befindet.

Das gute alte Anschieben war jedoch jedem der hilfsbereiten Männer bekannt und so krempelten sie ihre Ärmel hoch, um mit vereinten Kräften mein Auto wieder zum Räuspern zu bringen. Sie waren darin unermüdlich und hörten erst auf, als reichlich erboste Aus-dem-Kaufhaus-Fahrer ihrem Unmut lautstark Ausdruck verliehen. Einer meinte sogar, er wäre eh vergebene Liebesmüh, schließlich säße ja eine Frau hinterm Steuer und ob diese einen Kaltstart beherrsche, sei mehr als fraglich.

So hatten alle ihre Spaß und ich hielt, ganz entgegen meiner sonstigen Angewohnheit, einfach mal die Klappe und ließ mich von den erschöpften Kerlen in die nächste Parkbucht manövrieren. Hier harrte ich erstmal resigniert der Dinge die da kommen. Sie kamen bald, in Form eines sehr liebenswürdigen Parkhausverwalters, der meine Angelegenheiten sogleich ruhig und souverän in die Hand nahm. Eine Stunde später war ich Mitglied beim ADAC, hatte eine funkelnagelneue Batterie unter der Haube und ein kleines Vermögen weniger in der Brieftasche.

Weitere 15 Minuten später konnte ich dann endlich ins weiche Sofa sinken und das Wochenende einläuten. Redlich, sauer, bitter verdient. Aber was soll`s, so ein Ende gibt es nicht alle Tage. Das nächste wird bestimmt besser :)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Bin gerade zum ersten Mal auf diesem Blog gelandet und siehe da, schon eine Geschichte, die mir gefällt...naja, die ich lesen will, mir ist letzte Woche nämlich auch die Batterie unter der Haube weggestorben und das schon zum zweiten Mal in diesem Jahr...grr...der Vorteil an 2x in einem Jahr ist ganz eindeutig, dass ich beim zweiten Mal superlocker und entspannt SOFORT den Pannennotdienst gerufen habe und nicht die gerade aufzutreibenden Männer bemüht habe.....Frau lernt eben doch nie aus...