In der Stunde ging es turbulent zu, manchmal stürmen da soviele Gedanken auf einmal durch den Kopf, dass ich nicht weiß, wie ich die ordnen, womit ich beginnen soll. Und dann, mittendrin in der gespannten Aufmerksamkeit, dem Vollwaschgang im Gehirn, stellt die Therapeutin die Frage: "Glauben Sie eigentlich, dass es genügend Gründe gibt, Sie zuverlässig zu lieben?"
Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen oder übermäßig begriffsstutzig, doch ich habe bestimmt eine gefühlte Ewigkeit überlegt, was sie denn genau meint und dann herum gestammelt und gestottert. Ich hab dann zwar mit "Ja" geantwortet (er übrigens auch) aber diese Frage geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf.
Was wir noch herausgefunden haben: total unterschiedliche Streitkultur!! Und - wie sollte es auch anders sein: die liebe Familie!! Diese beiden Punkte sind wohl die offensichtlichen Baustellen in unserer Beziehung. Na, Weltklasse. Da brauchen wir ja höchstens noch 2 Tausend Sitzungen um das aufzudröseln *Haarerauf*
3 Kommentare:
"Gründe haben müssen um zu lieben?" HÄ?
Das klingt, als müsse man sich die hart erarbeiten und verdienen, statt sowas geschenkt zu bekommen.
Kaputtmachen geht natürlich, aber erarbeiten, verdienen, ergattern? Wasn das fürn Scheiß?
Zuverlässig lieben?
Also entweder liebt man oder liebt man nicht.
Verstehe wer will, was die wollte, worüber ihr ins Schleudern kommt.
Die einzige Frage, die zählt ist doch, OB Ihr Euch überhaupt liebt und nicht das warum und wieso und überhaupt.
Also irgendwie ... naaaaaaaaaaaaaja.
Nach ein paar Tagen sacken lassen, denke ich, es war wohl so gemeint, ob man selbst davon überzeugt ist, dass man von einem anderen Menschen sicher und/oder dauerhaft geliebt werden kann. Ich frag auf jeden Fall das nächste Mal nach, ob ich richtig liege mit der Interpretation und warum sie grad diese Frage an genau dieser Stelle gestellt hat.
Ich kenne deine Beschreibung aus Träumen, in denen ich vor einer Gefahr weglaufen will, aber nicht vom Fleck komme :-(
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