Montag, 19. Dezember 2011
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Nach gefühlten 3 Monaten Abstinenz und der Gewissheit, dass dir das Leben immer einen Strich durch die wohlgeplante Rechnung macht :-)
Am letzten Dienstag war ich mal wieder so dermaßen gestresst und erledigt, dass ich kleine, inbrünstige Gebete Richtung Himmel schickte. Tenor war in etwa: Göttin :)), gib mir eine kleine Pause. Mach, dass ich noch einmal richtig durchatmen kann, bevor der Weihnachtsrummel seinen Zenit erreicht.
Die Göttin erhörte mich gnädigerweise und schickte mir 5 Pfund Muskelverspannung extra. Ich konnte jedenfalls den nächsten Morgen nur "erhaben" und stolzen Blickes den Gang zur Morgentoilette antreten. Den Kopf auch nur ansatzweise zu drehen und wenden war schlicht unmöglich. Das fand meine Ärztin auch und verpasste mir neben ein paar Spritzen eine 3 tägige Krankschreibung.
Trotz Schmerzen und Unbeweglichkeit ab HWS freute ich mich auf 5 (in Worten: FÜNF!!) Tage Ruhe, Entspannung, Wellness at home.
Hab ich schon erwähnt, dass die Göttin von Jahr zu Jahr schwerhöriger wird? Oder nachlässiger? Egal wie man es nennen möchte, bereits am Donnerstag früh um 6:30 war Schluss mit Pause und Ausruhen und so Gedöns. Denn genau um diese Zeit rief ein in Tränen aufgelöstes Etwas von Tochter bei mir an und bat um Asyl. Bis voraussichtlich Samstag Mittag, hieß es. Und es ginge nicht anders, sie MÜSSE einfach da raus, Abstand haben, einen klaren Kopf kriegen. Naja, und was sonst so anliegt in akuten Lebens- und Beziehungskrisen.
Ich schwöre bei meiner immer dösiger werdenden Göttin, ich habe alle Mutter- und Sozialarbeitergeschütze aufgefahren, die mir zu Verfügung stehen. Stundenlanges Reden, Analysieren, Diskutieren, Ablenken, Trösten, Suppe kochen, Taschentücher reichen, alle Kerle verfluchen, Schokolade und Kuchen herbeischleppen und vieles mehr.
Heute Morgen, als ich sie verabschiedet habe (nein, ich habe mich nicht im Kalender vertan, heute ist Montag!) beschlich mich wieder mal dieses ungute Gefühl, eine garanierte Anwärterin auf den Pokal der silbernen Krähe zu sein. Kennt ihr nicht? Kriegt alljährlich die schlimmste aller Rabenmütter der westlichen Hemisphäre verliehen, für besondere Fehlleistungen im Bereich der lebenslangen Nest- und Brutpflege.
Darf man als vorbildliche stets treusorgende Mutter froh und erleichtert sein, wenn die eigenen 75 qm wieder ausschließlich einem selbst gehören? Ja, und ich gebe es unumwunden zu, weil ich mich inzwischen so daran gewöhnt habe, alleine zu leben und das wahnsinnig genießen kann. Dauerbesuch stresst mich nunmal, auch wenn es der meiner allerliebsten Herzenstochter ist.
So, jetzt geht`s mir besser und ich kann mich um ein Vielfaches entspannter durch fünfhundertdreiundneunzig verpasste Blogbeiträge lesen:)))
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1 Kommentar:
......JA, ich finde, dass man als Mutter irgendwann das Recht hat, seine qm für sich haben zu wollen. Keine silberne Krähe.....
denk an Jesper Juul, das gilt auch für Mütter...
LG
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