Mittwoch, 1. Februar 2012
Januar
Dieser Monat schafft mich total, er stiehlt mir die Zeit, er laugt mich aus, es lässt mich fühlen wie jemand, der nichts unter Kontrolle hat und bereitet mir dennoch winzigkleine Überraschungen.
Was in Dreigottesnamen soll ich darüber schreiben? Ich komme ja selber -im richtigen Leben- kaum mit.
Soll ich erzählen wíe der kleine Parasit wieder meinen Alltag bevölkert, dass er mehr bei mir ist als in seiner eigentlichen Behausung? Weil er sich in einer mittelschweren Lebenskrise befindet und sich meine Hilfe und meinen Rat erhofft (den ich selbstverständlich nicht verweigern kann trotz meiner Kräheneigenschaften). Ja, dass es sogar ziemlich gut mit uns funktioniert? Dass es mein Herz erwärmt, wenn ich nach Hause komme und schon beim Aussteigen aus dem Wagen den Lichtschein meines Küchenfensters sehe? Dass ich -oh Wunder- in keinster Weise ihre Anwesenheit als mittelschwere Störung meines Lebens empfinde? Auch wenn sie nach nur 2 wöchiger Pause schon wieder bei mir ist?
Oder soll ich endlos über die Belastungen des Jobs reden? Das will doch niemand hören. Ich frage mich nur manchmal wie die anderen das schaffen, neben ihren Pflichten zu bloggen, zu lesen und zu kommentieren?
Hingegen könnte ich erzählen, dass ich übermorgen in den Skiurlaub fahre mit einem befreundeten Paar und L. Ja, genau, richtig gelesen. L. Der seltsame Mensch, der trotz aller Widrigkeiten an meiner Seite ist. Mit dem ich mich seit seinem Geburtstag nicht mehr ernsthaft gestritten habe. Hm, ganz schön lange, wenn ich es recht bedenke. Wo doch ansonsten kaum eine Woche vergeht, in der wir uns mal nicht haben. Ist deshalb Frieden und ewige Liebe eingekehrt? Wohl eher nicht.
Ich könnte hier auch veröffentlichen, dass ich am letzten Wochenende zum allerersten Mal in meinem Leben auf der sauerländischen Partymeile war. Mit einer Freundin, die partymeilenerfahren ist.
Diese beiden Tage waren so krass gegensätzlich zu meinem üblichen, etwas zurück gezogenen, ruhigen Leben, dass ich beinah dachte, ich bin auf irgendeiner Hallowachdroge. Bis zum Mittag hatte ich schon die Promillezahl, die ich sonst allerhöchstens in 6 Wochen zusammenkratzen kann. Es fällt mir auch schwer mich daran zu erinnern, in welchem Jahrzehnt ich bis 11:30 sooft das Tanzbein geschwungen habe, dass mir die Muskeln in den Waden brannten und ich erschöpft auf einen der freien Barhocker flüchteten musste.
Und die Musik......, nicht immer unbedingt mein Geschmack, aber schöön laut. Ähnlich wie die Kerle ;-) manche sehr laut und echt zum Abgewöhnen und hin und wieder einen zum Dahinschmelzen. Einen zum Beispiel, dessen Blicke dich durch den halben Raum treffen, so, dass du er körperlich fühlen kannst. Der sich mit den Augen deine Erlaubnis holt, dann aufsteht, leicht lächelnd auf dich zukommt, einfach seine Hand ausstreckt und dich mitnimmt auf die Tanzfläche.
Das hat viel Spass gemacht, auch das Pizzaessen nachts um 2 Uhr und die Feuerschnäpse am nächsten Morgen nach der Auffahrt mit der Gondel zur Hütte. Doch ich stecke so ein Wochenende nicht mehr so leicht weg wie vor einigen Jahren und bräuchte nun etwas Zeit zum Entspannen, die ich aber nicht habe, denn die Berge an Arbeit und die Vorbereitungen für den Urlaub stehen ebenso auf der Matte wie der kleine Parasit mit Riesenkummersack.
Und so kommt es, dass ich die kleine bloggergemeinde ziemlich vernachlässige, kaum mit dem Lesen der posts hinterher komme, geschweige denn den einen oder anderen Kommentar abgebe.
Ich hoffe auf den Februar, hm, vielleicht auch den März, die entspannter werden und mir Zeit geben.
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1 Kommentar:
hey, stress dich nicht :-)
wünsche dir gaaaanz viel spaß im urlaub. und aus erfahrung (5 jahre in den bergen gearbeitet 1800m) weiß ich: -20°C können in den bergen "gefühlt" wärmer sein. man hat es mir so erklärt: die luft ist dort trockener und man ist der sonne näher ;-D (ja ja, nur weil ich ausm norden komme, dachten die wohl auch, mir kann man alles erzählen)
gaaaaaaaaaaanz viel spass wünsch ich dir!!!!
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